Auch bei Sturm

Bitte stell mir deine Geister vor
Die manchmal sitzen in deinem Ohr
Und all die Dämonen
Die seit Jahren
Angeblich in deinem Bauch wohnen

Ich hab zwar gesagt
Ich würde klar kommen
Wenn du sie einsperrst
Um sie zu bändigen
Aber ich möchte mich waffenlos
All den wilden Tieren
Aushändigen
Sonst wird unsere Geschichte
Zu einem quälenden Zirkus
Zu einem elendigen

Bevor sie uns kurz nach Beginn einfach weiterleiten
Können wir einen Tauschbazar veranstalten
Du darfst meine schlechten Seiten
In deinen Händen halten
Manchmal schnurren sie
Dann darfst du sie mit Fingerfarben frei gestalten

Ich werde deinen Flausen im Kopf
Ein Nest bauen
Und sie werden sich wohlfühlen
Werden wahrscheinlich nicht mehr abhauen
Ohne Hintergedanken
Lernen wir so zu vertrauen

Und all unsere Angewohnheiten
Werden sich zu Erkennen geben
Und manchen werden wir nachwinken
Mit anderen werden wir zusammenleben
Vielleicht werden wir ein Stückchen tiefer sinken
Aber es wird kein Blut an unseren Fingern kleben

Im Notfall
Bauen wir uns einen Leuchtturm
Nicht wegen dem Licht
Oder wegen den Booten
Mehr so, als Zeichen
Und falls meine Hände
Deine Hände
Nicht erreichen

Dann leuchtets dort am Turm
Und es leuchtet auch
Bei Sturm

Advertisements

Ein Gedanke zu „Auch bei Sturm

  1. Ist zwar von Luther, aber doch ein recht schöner Satz: Wie man nicht wehren kann, daß einem die Vögel über den Kopf herfliegen, aber wohl, daß sie auf dem Kopfe nisten, so kann man auch bösen Gedanken nicht wehren, aber wohl, daß sie in uns einwurzeln.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s